Das Jahr 2017 neigt sich dem Ende zu und wir wollen uns im folgenden Blog anschauen was alles passiert ist und was uns 2018 erwarten wird.

  • Auffällig auf Plakat waren dieses Jahr die Lebensmitteldiscounter. Mit 48 Mio. € verbuchen sie bis einschließlich November 2017 59 % mehr Bruttospendings im OoH-Bereich als im Vorjahr. Im Wahlkampf zur neuen Bundesregierung wurden 14 Mio. € in Plakat investiert. Und der Anteil der digitalen Werbeumsätze stieg auf 20 %.
  • Die Plakadiva wurde an herausragende Kampagnen verliehen:

Beste innovative Nutzung (Gold: Daimler, Silber: Diakonie, Bronze: FDP)

Beste Kreation (Gold: Hornbach, Silber: August Storck, Bronze: Fritz-Kola):

Beste Mediastrategie (Gold: Ferrero, Silber: C&A, Bronze: Unilever):

  • Neben Formatsprengungen wurden auch weitere Möglichkeiten der Werbeträger ausgenutzt (vom Braille-Plakat, über Kaffee Duft aus einem CLP, zu hustenden Plakaten). Ein großer Trend war außerdem die Gestaltung von Häuserwänden mit Hilfe von Graffiti und Co. Auch der regionale Bezug wurde vermehrt gesehen und Plakat konnte Facebook und Instagram für sich gewinnen.
  • Durch Aufbauten an frequenzstarken Einkaufswegen zog es Luxusmarken in die Innenstadt. Digitale Boards auf der Straße (Ströer, AWK, Wall) finden auch immer mehr Einzug und bieten Möglichkeiten der Echtzeitausstrahlung.
  • Leider hatte auch der Werberat wieder viel zu rügen. Besonders aufsehenerregend in diesem Jahr (neben den üblichen sexistischen Nacktmotiven): Die Kampagnen von Netflix und Fernet Branca. Auch in der digitalen Werbewelt gab es Unruhen: Die Bevölkerung wurde durch den Einsatz von Face Recognition-Technologien bei real,- aufgeschreckt.

Für 2018 haben wir schon ein paar spannende und aufregende Themen aufgetan:

  • Natürlich geht die Digitalisierung im Outdoor Bereich weiter. Sowohl Ströer als auch Wall planen weitere Aufbauten in den (Innen-) Städten (z.B. Roadsidescreens)
  • Das Thema augmented reality wird salonfähig. Immer mehr Anbieter rüsten auf und Werbekunden greifen auf innovative Methoden der Zielgruppenansprache zurück:

Im Februar 2017 gab es ein digitales Reisekiosk von Lufthansa in Düsseldorf zu bestaunen:

  • Kampagnen werden neben einer flächendeckenden Ausspielung auch selektiv an einem Ort geschalten um bspw. einen PR-Effekt erzielen zu können. Umsetzungsbeispiele finden wir bei der „Crash Billboard”-Kampagne aus Frankreich, die an Ampeln Bremsgeräusche quietschender Reifen simuliert oder dem British Airways – Auftritt aus diesem Jahr:
  • Ein weiterer Trend wird sich (hoffentlich) 2018 durchsetzen: In Echtzeit auf Verhalten und Geschehnisse reagieren. Kommunikation auf Grundlage bestehender Datenbestände wird weniger. Die Relevanz in der Kommunikation wird zunehmend über Aktualität und Geschwindigkeit und die Berücksichtigung von Nutzungskontexten des Kunden gewonnen, wie z.B. den Standort oder das Wetter. Des Weiteren wird eine kundenzentrierte Kommunikation ohne Einbezug des Standorts des Kunden nicht mehr möglich sein. Geofencing für standortbezogene Dienste und Kommunikation, z.B. um Kunden in der Fußgängerzone zum nächsten PoS zu führen oder In-Store zu navigieren, werden zum Must-have. Und nicht zu vergessen: Die Plakadiva findet 2018 in Hamburg statt 🙂

In diesem Sinne, wünschen wir besinnliche Weihnachtstage und ein erfolgreiches OoH Jahr 2018!

Quelle: OOH Magazin 04/2017, https://www.marketing-boerse.de/, The Nielsen Company Germany, horizont.net, welt.de